EU-Bürger

Bürger der Europäischen Union brauchen kein Visum zur Einreise. Die EU-Bürger genießen innerhalb der Europäischen Union absolute Freizügigkeit. Die Freizügigkeit innerhalb der EU ermächtigt die EU-Bürger zum Aufenthalt und Arbeit in Deutschland. Sie sind den deutschen Bürgern weitgehend gleichgestellt, müssen sich lediglich beim örtlich zuständigen Einwohnermeldeamt registrieren lassen. Dies gilt für die ersten drei Monate.

Nach Ablauf dieser Frist brauchen EU-Bürger eine sogenannte „Freizügigkeits-Bescheinigung“. Diese Bescheinigung ist an verschiedene Voraussetzungen gebunden. Die Freizügigkeit ist dabei zu großen Teilen von einer Beschäftigung und der Sicherung des Lebensunterhalts abhängig.

Van der Elst – Visum

Eine Besonderheit besteht mit dem „Van der Elst“- Visum. Für die in der EU ansässigen Firmen, die in Deutschland arbeiten bzw. einen Auftrag erfüllen und Bürger der Drittländer beschäftigen, findet man darin eine Ausnahmeregelung. Der Beschäftigte des Unternehmens hat während der Dauer des Auftrags das Recht ungehindert nach Deutschland einzureisen und zu arbeiten. Für sie ist es nicht notwendig die gesamten nationalen Bewilligungsverfahren zu durchlaufen und eine Erlaubnis zu beantragen.

Jedoch ist das deutsche Ausländerrecht sehr kompliziert und stark von den Europäischen Gesetzen und internationalen Konventionen beeinflusst.

Unabhängig davon, welche Staatsbürgerschaft Sie besitzen, wenn diese nicht die deutsche ist, müssen Sie sich den rechtlichen Anforderungen und der deutschen Bürokratie unterwerfen, wenn Sie in Deutschland bleiben und arbeiten wollen.

Beschäftigung in Deutschland von Nicht-EU-Angehörigen

Die Einreise, Einwanderung und Beschäftigung in Deutschland für die ausländischen Bürger ist geregelt durch das „Gesetz zur Steuerung und Begrenzung der Zuwanderung und zur Regelung des Aufenthalts und der Integration von Unionsbürgern und Ausländern“, das so genannte Zuwanderungsgesetz. Die lokale Ausländerbehörde entscheidet über den rechtlichen Aufenthaltsstatus jedes ausländischen Bürgers und die Genehmigung der Aufenthaltserlaubnis und der Visa. Die Arbeitserlaubnis ist Teil der Aufenthaltsgenehmigung und wird bei der Bundesagentur für Arbeit intern eingeholt. Die Arbeitserlaubnis wird in der Aufenthaltserlaubnis vermerkt.

Das deutsche Gesetz kennt vier Arten der Genehmigungen: Visum, Aufenthaltserlaubnis, Niederlassungserlaubnis und Erlaubnis zum Daueraufenthalt – EG. Das Visum berechtigt zum kurzen Aufenthalt, wie Geschäftstreffen oder Tourismus und berechtigt nicht zur Erwerbstätigkeit. Die drei übrigen Genehmigungen werden für die Zwecke der Ausbildung, Beschäftigung und aus politischen und humanitären Gründen erteilt.

Wer welche Erlaubnis kriegt, hängt grundsätzlich vom Herkunftsland ab.

„Dritt-Länder“ – Bürger

Für die Bürger der sogenannten „Dritt-Länder“, welche nicht Teil der Schengener Konvention sind, ist der Erhalt des Aufenthaltstitels von besonderen unabdingbaren Bestimmungen abhängig und die Anforderungen für die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis oder des Visums sind sehr streng.

Um ein Visum zu bekommen ist die Angabe des Besuchsgrundes und die besondere Einladung eines Deutschen notwendig. Die Erteilung des Aufenthaltstitels hängt von der Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt, dem Gleichheitsgrundsatz und dem Deutschen Arbeitsrecht ab. Die Bürger der sogenannten „Dritt-Länder“ können in Deutschland nur dann arbeiten, wenn es keinen deutschen Arbeitnehmer gibt, welcher für dieselbe Stelle vorzuziehen wäre.

Zusätzlich müssen Unterlagen über die Ausbildung, Qualifikation, Zahlungsfähigkeit, Steuern und Arbeitsverträge und vieles mehr vorgezeigt werden.

Die Bürger der Schengen-Staaten können allerdings ohne Visum einreisen, wenn sie nicht in Deutschland arbeiten wollen.

Aufenthaltstitel und die die Voraussetzungen für die Erteilung

Für einen Ausländer, der nach Deutschland einreist und sich in Deutschland aufhalten möchte, ist es notwendig einen Aufenthaltstitel zu besitzen.

Das deutsche Aufenthaltsrecht kennt vier Arten von Aufenthaltstiteln:

I.Visum

Es gibt verschiedene Arten von Visum. Diese können dem kurzfristigen Aufenthalt, Tourismus, Studium und dem beabsichtigtem Geschäft dienen. Die Dauer des Aufenthalts kann dabei von wenigen Tagen bis hin zu 90 Tagen in Jahr betragen.

II.Aufenthaltserlaubnis

Die Aufenthaltserlaubnis ist ein befristeter Aufenthaltstitel nach deutschem Aufenthaltsrecht und beträgt mindestens 6 Monate. Diese wird nur für folgende Zwecke erteilt:

III. Niederlassungserlaubnis

Die Niederlassungserlaubnis ist ein unbefristeter Aufenthaltstitel nach deutschem Aufenthaltsrecht.

Im § 9 II S. 1 AufenthG sind folgende Voraussetzungen für die Erteilung dieses Titels geregelt:

In Abweichung von § 9 AufenthG kann eine Niederlassungserlaubnis auch erteilt werden, für:

IV.Erlaubnis zum Daueraufenthalt – EG

Die Erlaubnis zum Daueraufenthalt – EG ist im § 9 a AufenthG geregelt und dient der der Umsetzung der Richtlinie 2003/109/EG (Daueraufenthaltsrichtlinie). Für die Erteilung dieses unbefristeten Aufenthaltstitels gelten grundsätzlich dieselben Voraussetzungen wie auch für die Erteilung der Niederlassungserlaubnis.

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